Saugverwirrung, Säugling an FlascheDu hast den Wunsch zu stillen, doch dein Schatz kann oder konnte seinem Saugbedürfnis nicht nachkommen? Es gibt unterschiedliche Gründe, weshalb manche Babys an der Brust nicht direkt trinken können. Eine Trennung von Mutter und Kind, zu schwache oder kranke Neugeborene oder Frühchen sowie mangelnde Stillbegleitung können dazu führen, dass ein Neugeborenes zunächst mit der Flasche genährt wird. Hat sich ein Säugling an die Flasche gewöhnt, kann ein Stillen an der Brust zur Schwierigkeit werden. Das Saugen an der Flasche entspricht nicht dem an der Brust. Somit muss dein Baby das Gestilltwerden erst (wieder) erlernen. Diese Sympthome nennt man Saugverwirrung.

Um in dieser Zeit weiterhin die Milchbildung anzuregen und die Brust zu stimulieren hilft dir eine Milchpumpe. Zudem ist es dir damit möglich deinem Baby die abgepumpte Milch per Flasche oder auch mit einem Becher oder Löffel anzubieten. Es kann für dich und deinen Partner emotional sehr herausfordernd sein, wenn euer Baby die Brust ablehnt und Hilflosigkeit im Umgang mit der Brust zeigt. Dein Baby ist lernfähig und der Saugreflex ist in jedes Baby hineingelegt. Gib dir und deinem Baby Zeit das Stillen zu erlernen und die Saugverwirrung zu überwinden. Lass dir von einer Stillberaterin oder Hebamme helfen.

Erfahrung zur Saugverwirrung

Mein Sohn und ich hatten einen schwierigen Stillstart. Durch eine Neugeborenen-Infektion war unser Sohn zu schwach um zu saugen. Daher erhielt er mehrere Tage, während seiner Saugverwirrung, ausschließlich das Fläschchen. Für mich war es emotional sehr heraufordernd zu sehen, dass er nicht an die Brust wollte und weinte wenn ich ihn anlegte. Daher pumpte ich mit der elektrischen Medela Milchpumpe regelmäßig Milch ab und gab sie ihm in einem Fläschchen. Dadurch bildete ich ausreichend Milch und auch der Milcheinschuss kam zeitgemäß. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus pumpte ich weiterhin ab und bot ihm zudem das Trinken an der Brust an. Dies lehnte er zunächst vehement ab.

Meine Hebamme empfahl mir ihm die Milch nicht mehr per Flasche, sondern mit einem Teelöffel zu geben. Mein Mann und ich folgten diesem Rat. Unser Sohn weinte in dieser Zeit jedoch häufig, da das „Löffeln“ sein Saugbedürfnis nicht befriedigte und er nicht richtig gesättigt wurde. Wir waren jedoch sehr dankbar, dass wir ihm dank der Milchpumpe dennoch die Muttermilch anbieten konnten und nicht auf künstliche Nahrung umsteigen mussten. Zudem machte es mir Mut, dass ich so viel Milch hatte und somit hatten wir die Hoffnung, dass das Stillen noch klappen würde. Nachdem wir mehrmals „gelöffelt“ hatten, weinte unser Sohn erneut und hatte Hunger. Mein Mann ging in die Küche und wärmte die abgepumpte Muttermilch auf. Um diese Zeit zu überbrücken und unseren Sohn zu trösten, bot ich ihm die Brust an (eigentlich dachte ich nicht, dass er saugen würde). Plötzlich begann er zu saugen und beruhigte sich sofort. Diesen Moment werde ich nie vergessen. Denn ab diesem Zeitpunkt war unser Sohn in der Lage sowohl an der Brust zu trinken.

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